09.11.2025 HSG Neudorf/Döbeln : HSG Langenhessen/Crimmitschau (26:14)
Rabenschwarzer Tag in Döbeln
Mit großen Erwartungen und dem klaren Ziel, die Negativserie gegen Döbeln endlich zu beenden, reiste unsere HSG
Langenhessen/Crimmitschau am vergangenen Sonntag nach Döbeln.
Zwar hatte die HSG Neudorf/Döbeln derzeit mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen, konnte aber dennoch auf einen breiten Kader zurückgreifen. Auch wir konnten nahezu aus dem Vollen schöpfen. Die
Warnung unseres Trainerteams im Vorfeld war jedoch eindringlich: „Eine Mannschaft, die so viele Rückschläge verkraften musste, ist besonders kämpferisch und darf niemals unterschätzt werden.“ Und
sie sollte recht behalten.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh mit 2:0 in Führung. Zwei Treffer von Franziska Stolle
sorgten kurzzeitig für den 3:3-Ausgleich, der einzige Moment im Spiel, in dem wir nicht in Rückstand lagen. Danach übernahm Döbeln wieder das Kommando, zeigte Entschlossenheit,
Durchsetzungsvermögen und eine kompakte Abwehr. Uns dagegen fehlten im gesamten Spiel all diese Eigenschaften. Folgerichtig zog Döbeln auf 8:3 davon.
Unsere Trainerin reagierte mit einer Auszeit, doch auch diese brachte keine Wende. Zwischen der 19. und 23. Minute kassierten wir gleich drei Zeitstrafen und drei Strafwürfe, die die Gastgeber
konsequent nutzten. Beim Stand von 4:13 war die Partie bereits deutlich in eine Richtung gekippt und die Enttäuschung war auch den mitgereisten Fans deutlich anzusehen. Mit einem verwandelten
Siebenmeter der Gastgeberinnen kurz vor der Pause ging es schließlich mit einem 10-Tore-Rückstand (6:16) in die Halbzeit.
In der Kabine folgte der Appell, das Spiel trotz des deutlichen Rückstands mit Einsatz und Willenskraft zu Ende zu bringen und noch einmal alles zu versuchen, um die Partie zu drehen. Doch auch
nach dem Wiederanpfiff zeigte sich ein ähnliches Bild: fehlender Wille, vergebene Großchancen und eine mangelhafte Abstimmung in der Abwehr prägten unser Spiel. Während Döbeln acht von zehn
Siebenmetern sicher verwandelte, gelang uns lediglich ein Treffer bei fünf Versuchen. Auch aus dem Spiel heraus ließen wir zahlreiche klare Möglichkeiten ungenutzt. Freie Würfe, Tempogegenstöße
und Abschlüsse aus besten Positionen fanden zu selten den Weg ins Tor. In der Abwehr kamen wir zudem häufig zu spät, kassierten weitere Strafen und machten es den Gastgeberinnen dadurch viel zu
leicht. So zog sich die einseitige Partie bis zum Schlusspfiff fort. Am Ende stand ein deutliches 26:14 für die HSG Neudorf Döbeln auf der Anzeigetafel und damit eine Niederlage, die weh tat und
die Mannschaft und die Fans sichtlich schockierte.
Ein großer Dank gilt unseren mitgereisten Fans, die den Weg nach Döbeln auf sich genommen und uns trotz des enttäuschenden Spielverlaufs unterstützt haben.
Nun bleiben drei Wochen Zeit, um das Spiel zu verdauen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Am 30. November steht das nächste Auswärtsspiel bei den Sportfreunden 01 Dresden an. Auch dort wartet keine leichte Aufgabe, doch das Ziel ist klar. Wir wollen die Leistung aus Döbeln wiedergutmachen, Kraft tanken, Fehler analysieren und mit voller Motivation und Entschlossenheit zurückkehren.
#bahamarama