20.09.2025 SC Riesa : HSG Langenhessen/Crimmitschau (17:15)

 Schwache Chancenverwertung besiegelt bittere Auswärtsniederlage in Riesa

 

Am Samstagabend gastierte die HSG Langenhessen/Crimmitschau beim Aufsteiger SC Riesa. Trotz der tabellarischen Ausgangslage war klar: Riesa hatte in den vergangenen Wochen mit guten Leistungen bereits bewiesen, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Im Duell der Aufsteiger gegen Plauen konnte sich Riesa souverän durchsetzen und auch gegen den HC Rödertal, einen der Topfavoriten der Liga, unterlagen sie nur knapp. Lediglich im Auftaktspiel gegen die Sportfreunde aus Dresden mussten sie eine deutliche Niederlage hinnehmen

Wir reisten mit stark dezimiertem Kader und ohne einige Stammspielerinnen an. Aber auch Riesa stand mit lediglich zehn Spielerinnen nicht gerade breit aufgestellt da. Von Beginn an entwickelte sich ein zähes, fehlerbehaftetes SpielErst in der 6. Minute fiel der erste Treffer für Riesa, ehe wir drei Minuten später zum ersten Mal einnetzten. Kurz darauf konnten wir uns einen kleinen Vorsprung erarbeiten und führten in der 12. Minute mit zwei Toren. Zur Pause führten wir knapp mit 9:8.
Besonders hervorzuheben war bis dahin unser überragendes Torhüter-Duo, das uns mehrfach im Spiel hielt. Defensiv standen wir kompakt und konnten einige Angriffe der Gastgeberinnen unterbinden. Im Angriff hingegen fehlte es an Ideen, Tempo und Durchschlagskraft. Weder erste noch zweite Welle fanden wirklich statt, viele Aktionen wirkten statisch und zu berechenbar. Unser Angriffsspiel war von Hektik und Unsicherheit geprägt, was sich in vielen unvorbereiteten Abschlüssen widerspiegelte, die selten echte Torgefahr ausstrahlten.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, das zunehmend von Hektik, Fehlern und Zeitstrafen geprägt war. In der 43. Minute gelang Riesa der Führungswechsel zum 10:11 – ein Moment, dem wir bis zum Schlusspfiff hinterherlaufen sollten. Trotz einiger Möglichkeiten konnten wir den Ausgleich nicht mehr erzielen. Zahlreiche technische Fehler, Fehlpässe und eine erschreckend schwache Chancenverwertung machten uns das Leben selbst schwer. Lediglich 35 % unserer Würfe fanden den Weg ins Tor.
Hinzu kamen mehrere, teilweise unnötige ZeitstrafenBesonders bitter: In der 49. Minute sah Vanessa Brzoska nach ihrer dritten Hinausstellung die Rote Karte. Somit fehlte uns für die Schlussphase eine weitere wichtige Wechseloption.
Am Ende steht eine bittere 15:17-Niederlage, die wehtutnicht nur wegen der Punkte, sondern weil wir das Spiel trotz aller Widrigkeiten eigentlich in der eigenen Hand hätten haben können. 

Am kommenden Samstag, den 27.09., empfangen wir um 17:00 Uhr den SV Schneeberg in eigener Halle. Schneeberg ist bekannt für seine körperbetonte Spielweise und Kampfstärke. Uns erwartet ein Spiel, das uns erneut alles abverlangen wird. Doch wir sind auf Wiedergutmachung aus und wollen zuhause ungeschlagen bleiben, um mit einem Erfolgserlebnis in die kurze Herbstpause zu gehen.

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